Szene-Models, Kameradschafterinnen und rechte Geschäftsfrauen: Loco Artista Neueröffnung in Apolda

Zukünftiges Loco Artista Studio in der Käthe-Kollwitz-Str. 3 in Apolda (Foto: Rechercheportal Jena-SHK)

Was in Jena nicht gelang, soll nun in Apolda verwirklicht werden. Unter dem Namen Loco Artista gab es bereits bis 2018 ein von Neonazis betriebenes Tattooostudio in Jena. Die Wiedereröffnung mit den neuen EigentümerInnen, Jeffrey Weißenborn und Theresa Szymocha, wurde aufgrund von Veröffentlichungen zu deren neonazistischen Kontakten und darauffolgender Proteste im Sommer 2020 verhindert (frühere Artikel dazu 1, 2, 3, OTZ). Jeffrey Weißenborn hat mittlerweile in der Stauffenbergallee 30 in Erfurt ein neues Studio. Seine Partnerin Theresa Szymocha kündigte nun an, in Kürze mit Weißenborns Schwester, Jaimie Weißenborn, in Apolda ein weiteres Loco Artista Studio zu eröffnen. Wir legen nun weitere Belege für Szymochas Einbindung in die organisierte Kameradschaftsszene in Apolda vor. Auch ihre Geschäftspartnerin Jaimie Weißenborn ist keine Unbekannte hinsichtlich ihrer Verbindungen zu Neonazis: Sie gehört nicht nur zu einem Freundeskreis weit vernetzter örtlicher Neonazis, sondern trat, genau wie Theresa Szymocha, schon als Model für den Apoldaer Neonazi-Versandhandel Nordrausch auf. Zudem eröffnet das Studio im Wohnhaus einer altbekannten Rechten. Die Neueröffnung des Tattoostudios erweitert somit das Netzwerk der extrem rechten Szene um ein weiteres Objekt in Apolda.

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Neonazi trainiert in Weimar mit scharfen Waffen

Spätestens wenn Neonazis mit scharfen Waffen trainieren, stellt dies eine enorme Gefahr für alle Menschen dar, die von Nazis als Feinde markiert werden. Der Apoldaer Neonazi Robert Hoyer macht genau das. Er trainierte am vergangenen Wochenende auf dem Schießstand des Schützenvereins Weimar e. V. mit scharfen Schusswaffen. Seine Sympathie zu Naziterrornetzwerken versteckt er dabei nicht. Robert Hoyer postete erst einige Wochen zuvor nach dem Verbot von „Combat 18“, das in Nazikreisen beliebte Share-Pic „Wombat 18“, das eine Sympatie bzw. Solidaritätsbekundung für das Terrornetzwerk „Combat 18“ ausdrückt. Doch nicht nur auf dem Schießstand hantiert Hoyer mit gefährlichen Waffen. In seinem Besitz befindet sich u.a. eine professionelle Armbrust, die dazu geeignet ist, Menschen schwere bis tödliche Verletzungen zuzufügen. Es sollte kein Zweifel daran bestehen, dass der Neonazi Hoyer auch bereit ist, diese erworbenen Waffen und Fähigkeiten im Sinne seiner menschenverachtenden Weltanschauung auch einzusetzen. Weiterlesen