
Vom 25.-27. September steht in Liebstedt zwischen Weimar und Apolda eine Neuauflage des rechtsoffenen Kongresses „Frieden und Dialog“ an, der vom umtriebigen Unternehmerpaar Marion Schneider und Klaus-Dieter Böhm-Schneider organisiert wird. Auch dieses Jahr werden dort ReferentInnen erwartet, die zur (extrem) rechten und verschwörungsideologischen Mischszene gehören. Der Kongress wird seit 2024 auf der Ordensburg Liebstedt veranstaltet, die zum Imperium von Marion Schneider und Klaus-Dieter Böhm-Schneider gehört, über deren politische Aktivitäten in der extremen Rechten und kremlfreundlichen Szene wir Anfang Juni ausführlich berichteten. Den beiden gehört nicht nur die Toskana-Therme in Bad Sulza nebst weiteren Hotels und Wellness-Einrichtungen, sie sind auch EigentümerInnen des Lokalsenders Salve TV. Wie wir gezeigt haben, nutzen die beiden ihren Sender für die Verbreitung von rechten und menschenfeindlichen Inhalten, wenn etwa Diether Dehm eine eigene Sendung moderiert, Björn Höcke schulterklopfend interviewt wird oder Klaus-Dieter Böhm-Schneider selber gegen marginalisierte Gruppen austeilt. In diesem Artikel wollen wir uns dem politischen und kulturellen Netzwerk der Böhm-Schneiders widmen und dazu den Kongress „Frieden und Dialog“ unter die Lupe nehmen. Wir weisen an dieser Stelle auf den Artikel und den Protest der „Antiverschwurbelten Aktion“ gegen den Kongress im September 2025 hin, von dem hier nachzulesen ist. Die Aktivist*innen nennen den Kongress in ihrem Artikel eine „putinistische Querfront-Veranstaltung“. Diese Einschätzung teilen wir und rufen alle Antifaschist*innen dazu auf, sich mit dem Kongress auseinanderzusetzen und ihn dieses Jahr nicht unwidersprochen geschehen zu lassen.
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