
Diese Ankündigung dürfte niemanden überrascht haben: Thüringens ehemalige „Junge Alternative“ (JA) hat sich mit Deckungsgleichheit ihres Führungspersonals Mitte Januar in Ilmenau im Hotel Tanne, Sitz der schlagenden Burschenschaft „Vandalia“, neu gegründet. Björn Höcke erschien persönlich, um die Richtung vorzugeben. Die formelle Eingliederung der Jugendorganisation in die Partei wäre in Thüringen kaum nötig gewesen: Die sich rebellisch gebende Jugend ist seit jeher dem Landesparteichef völlig ergeben und zeichnete sich zu keinem Zeitpunkt durch eigene Standpunkte und Kritik an der Parteilinie aus. Die AktivistInnen der ehemaligen JA, die nun als „Generation Deutschland“ weitermachen, sind seit Jahren das Bindeglied zwischen Partei und junger Neonaziszene sowie der „Identitären Bewegung“. Für diese Linie steht auch der neugewählte Vorstand der Thüringer „Generation Deutschland“. Dem neuen Vorstand der Parteijugend gehört als Beisitzer auch Höckes neuer Büroleiter Niklas Aust an, der aus der niedersächsischen Neonaziszene kommt. Der selbstgewählte Spitzname „Höcke-Jugend“ mit Anspielung auf die historische HJ („Hitlerjugend“) passt bestens. Im Folgenden präsentieren wir einen Überblick über das Führungspersonal und die regionalen Schwerpunkte der neu aufgestellten Jugendorganisation.
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